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Was können Gründe für eine verhaltensbedingte Kündigung sein? – Umfassende Beratung bei Müller & Kollegen in Berlin

Haben Sie sich im Job einen Fauxpas geleistet? Vielleicht hat Ihr Chef sogar schon eine Abmahnung ausgesprochen? Steht deswegen Ihre Kündigung bevor? Womöglich wurde Ihnen auch bereits gekündigt und Sie fragen sich nun, ob Sie diese Kündigung anfechten können. Wir, die Müller & Kollegen Rechtsanwälte in Berlin, klären Sie im Folgenden darüber auf, aus welchen Gründen eine verhaltensbedingte Kündigung erfolgen darf und in welchen Fällen diese nicht rechtens ist.

Was ist eine verhaltensbedingte Kündigung?

Da das Kündigungsschutzgesetz (KSchG) den meisten Arbeitnehmern eine gewisse Jobsicherheit gewährt, braucht Ihr Arbeitgeber einen triftigen Grund, um Sie entlassen zu können. Eine verhaltensbedingte Kündigung nach § 1 Abs. 2 des KSchG ermöglicht es dem Arbeitgeber, das Arbeitsverhältnis ordentlich aufzulösen, sofern Sie gegen Ihre Pflichten als Arbeitnehmer verstoßen haben.
Insgesamt gibt es vier grundlegende Bedingungen, die bei einer Kündigung vorliegen müssen:

  • Ein arbeitsvertraglicher Pflichtverstoß liegt vor
  • Der Pflichtverstoß ist vorsätzlich vom Arbeitnehmer verschuldet
  • Die Kündigung ist verhältnismäßig
  • Es ist dem Arbeitgeber nicht zuzumuten, das Arbeitsverhältnis fortzuführen

Dies bedeutet auch, dass in der Regel zunächst eine Abmahnung erfolgen muss. Erst wenn das Verhalten des Arbeitnehmers anschließend trotzdem unverändert bleibt, kann eine Kündigung als letztes Mittel in Erwägung gezogen werden.

Was sind konkrete Gründe aufgrund derer eine Kündigung erfolgen darf?

Dies ist abhängig davon, welche Pflichten in Ihrem Arbeitsvertrag festgehalten wurden. Häufige Kündigungsgründe im Leistungsbereich sind:

  • Verspätungen
  • Unentschuldigte Fehlzeiten
  • Verweigerung der Arbeit
  • Fehlerhafte Arbeit

Aber auch folgende Verhaltensweisen können zu einer Kündigung führen:

  • Beleidigungen gegenüber Kollegen oder Kunden
  • Diebstahl
  • Missachtung von betrieblichen Verboten, beispielsweise Alkoholverbot
  • Weitergabe von Betriebsgeheimnissen

All dies führt zu Nachteilen für den Arbeitgeber, die bei einer Interessenabwägung schwerer wiegen müssen als Ihr Wunsch, den Arbeitsplatz zu erhalten. Diese Bedingung ist beispielsweise gegeben, wenn Sie den Betriebsablauf durch Ihr Verhalten dauerhaft oder regelmäßig beeinträchtigen.

Wann ist eine solche Kündigung unberechtigt?

Ein einmaliges Zuspätkommen von fünf Minuten rechtfertigt natürlich noch keine Kündigung. In manchen Fällen ist jedoch nicht klar, wo die Grenzen zwischen einer Überreaktion auf eine Bagatelle und einer eindeutigen Störung des Betriebsablaufs liegen. Haben Sie das Gefühl, dass die Kündigung in keinem Verhältnis zu Ihrem Fehlverhalten steht, sollten Sie sich mit einem Anwalt für Arbeitsrecht in Verbindung setzen! Wir beraten Sie gerne bezüglich der Frage, ob Ihre Kündigungsschutzklage Erfolgschancen hat.

Dies ist beispielsweise der Fall, wenn:

  • Keine vorherige Abmahnung erfolgte
  • Ihr Fehlverhalten nicht Ihre Schuld war
  • Ihr Fehlverhalten nicht nachweisbar ist
  • Eine mildere Alternative, zum Beispiel Versetzung an einen anderen Standort, besteht

Haben Sie Zweifel, ob die gegen Sie erhobenen Vorwürfe haltbar sind, wenden Sie sich zeitnah an einen Anwalt – denn eine Kündigungsschutzklage muss innerhalb von drei Wochen nach Erhalt der Kündigung erfolgen!

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