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Müller & Kollegen Rechtsanwälte aus Berlin – Kompetente Beratung zum Thema Mieterhöhung

Mieterhöhungen sind allgegenwärtig. Da Mietverträge oft über mehrere Jahre laufen, ist es Vermietern gestattet, den Mietzins anzupassen, beispielsweise wenn sich auch die Mieten in der Umgebung im Laufe der Zeit erhöhen. Falls Sie sich über die Rechtmäßigkeit der Mieterhöhung Ihres Vermieters unsicher sind, lassen Sie sich von uns, der Kanzlei Müller & Kollegen Rechtsanwälte in Berlin-Spandau, beraten.

Grundwissen zur Mieterhöhung

Grundsätzlich kann im Mietvertrag eine Mieterhöhung in Form einer Staffel- oder Indexmiete festgelegt sein. Fehlt eine solche Vereinbarung, kann der Vermieter eine Mieterhöhung zur Angleichung an den ortsüblichen Mietspiegel verlangen. Dazu benötigt er jedoch die Zustimmung des Mieters. Falls dieser der Mieterhöhung nicht zustimmt, kann der Vermieter auf Zustimmung klagen. Zahlt der Mieter hingegen trotz fehlender Zustimmung die höhere Miete, so wird sein Verhalten der formellen Rechtslage zufolge als willentliche Zustimmung zur Mieterhöhung gewertet. Weiterhin gelten folgende Bedingungen für die Erhöhung der Miete auf die ortsübliche Vergleichsmiete:

  • Innerhalb von 3 Jahren darf die Miete um nicht mehr als zwanzig Prozent steigen.
  • Die Mieterhöhung muss dem Mieter schriftlich mitgeteilt werden.
  • Der Mieter muss einen qualifizierten, also nach wissenschaftlichen Grundlagen errechneten, Mietspiegel seines Wohnorts erhalten.
  • Die Mieterhöhung muss vom Vermieter begründet werden.
  • Erst ab dem dritten Monat nach Erhalt des Schreibens zur Mietsteigerung gilt der neue Mietbetrag.
  • Bei mehreren Mieterhöhungen innerhalb von 15 Monaten kann der Mieter die Zustimmung verweigern.

Mieterhöhung aufgrund von Modernisierung

Neben einer Mieterhöhung aufgrund der Angleichung an die ortsübliche Miete kann ein Vermieter eine außerordentliche Mietsteigerung aufgrund von Modernisierungsmaßnahmen veranlassen. Hierbei bedarf es der Zustimmung des Mieters nicht. Allerdings hat der Vermieter dafür Sorge zu tragen, dass der Mieter drei Monate vor Beginn der Maßnahmen schriftlich in Kenntnis gesetzt wird.

Darüber hinaus können maximal elf Prozent der Modernisierungskosten auf die jährliche Miete aufgeschlagen werden, wobei die Kosten gleichmäßig verteilt werden müssen, wenn mehrere Wohnungen saniert werden.

Häufig herrscht Unklarheit darüber, wann eine Maßnahme als Modernisierung gewertet werden kann und wann sie zur Instandhaltung dient. Diese Frage hat eine besondere Relevanz bei der Beurteilung der Zulässigkeit von Mieterhöhungen, da diese nur bei Modernisierungsmaßnahmen und nicht bei Instandhaltungsmaßnahmen zulässig sind. Wir beraten Sie zu diesem schwierigen Thema gerne persönlich.

Die Rechte des Mieters bei einer Mieterhöhung

Erfolgt eine Mietsteigerung aufgrund der Anpassung an die Vergleichsmiete oder aufgrund von Modernisierungsarbeiten, steht dem Mieter neben der Ablehnung der Mieterhöhung ein Sonderkündigungsrecht zu, durch welches er das Mietverhältnis innerhalb einer Frist von zwei Monaten beenden kann.

Wir stehen Ihnen gerne zur Seite, um Ihre individuelle Lage in Bezug auf eine Mieterhöhung zu erörtern und Ihr Recht in dieser Sache gegebenenfalls zu verteidigen.

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